Meine Erfahrung dazu ist, daß Werbung
ÜBERHAUPT nichts nützt.
Sprich Anzeigen- Schalten, Internet-
Künstlervermittlung, Gelbe Seiten usw.
Die beste Werbung ist und bleibt:
Du musst qualitativ so gut sein,
daß es den Zuhörern auffällt,
und sie Deine Adresse haben wollen.
Dazu brauchst Du eine möglichst einprägsame,
gut gestaltete Visitenkarte, die Du beim Auftritt
den Interessierten überreichen kannst.
Weiterempfehlung ist durch nichts zu ersetzen.
Auch dabei hilft Dir die Visitenkarte.
Es ist übrigens nicht so wichtig, daß Du
ein echter Virtuose bist.
Gut, sauber und flüssig spielen solltest Du können,
wenn möglich, ohne Midis.
Und die richtigen Akkorde zu den Stücken
solltest Du auch kennen und können.
Aber das Wichtigste ist:
Du musst auf Deine Zuhörer eingehen.
Das heißt, nicht alles totspielen (Lautstärke!!!!!!!),
denn die Leute treffen sich, nicht weil sie Dich "tollen Hecht" hören,
sondern weil sie miteinander reden wollen.
Oft haben sie sich jahrelang nicht mehr gesehen,
und es gibt viel zu erzählen. Also: Bleibe geduldig.
Wenn dem Publikum der Stoff zum Reden langsam ausgeht,
kommt Deine Stunde... garantiert!
Wenn die Zuhörer sich zueinanderbeugen müssen,
um sich verstehen zu können, bist Du zu laut!!
Und dann die Musikauswahl.
Je flexibler Du auf Musikwünsche eingehen kannst,
oder spontan begleiten kannst, wenn irgendjemand
ein Stück beginnt loszusingen, und je breiter
Dein Repertoire ist, desto mehr Trümpfe hast Du gegenüber
Deiner Konkurrenz in der Hand.
Wenn Du auch spontan zu einer Session fähig bist,
wenn plötzlich ein anderer Musiker mitspielen will,
dann hast Du das Publikum eh in der Hand.
Die Präsenz im Internet durch eine ansprechende Homepage
wird immer wichtiger.
Sie ist nämlich in dem Moment sehr wichtig,
wenn Dich Veranstalter anrufen, die Dich noch nicht kennen,
und über eine Weiterempfehlung bei Dir landen.
Über Deine Homepage können sie sich dann
einen ersten Eindruck von Dir machen.
Je besser der ist, desto günstiger für Dich!
Wichtig ist auch, daß ein Veranstalter die Chance hat,
Dich live zu hören, bevor er den Termin mit Dir fixieren muss.
Ob diese "Anhörung" beim Auftritt oder privat passiert,
ist meist nicht so wichtig.
Hauptsache, der Veranstalter sieht UND hört,
daß Du was kannst. Das geht auch ohne große Anlage.
Denn wer kauft schon gern die Katze im Sack?
Und nun viel Glück...!
Und hier noch eine Empfehlung für alle, die bereit sind, dazuzulernen:
Diese zwei sehr verständlich geschriebenen Bücher von Carl Hartmuth
gehören in die Hände eines jeden Musikers, der vor Publikum auftritt.
Selbst der langjährige Musiker kann sich mit diesen Werken prüfen,
sein Wissen vertiefen, und für die eigenen Auftritte jede Menge herausholen.
Allerdings genügt es nicht, die Werke nur zu lesen.
Ihr müsst das Wissen auch anwenden!!!
Themen aus "Live- Musik" Band 1:
- Worauf kommt es an, wenn man vor Publikum auftritt?
- Welche Faktoren führen eine Veranstaltung zum Erfolg?
- Wie konzipiert man ein interessantes Repertoire?
- Wie baut man systematisch Stimmung auf?
- Wie führt man einen Soundcheck durch?
- Was macht die Besonderheit von Live-Musik im Vergleich zur "Konservenmusik" aus?
- Was bedeutet eigentlich Unterhaltung/Entertainment?
Themen aus "Live- Musik" Band 2:
- Welcher Musikberuf hat Zukunft?
- Selbstmanagement für Musiker
- Was sich von erfolgreichen Menschen lernen lässt
- Existenzgründung und -sicherung in der Musikbranche
- Wie man seinen Marktwert ermittelt und steigert
- Managementsysteme und -methoden
- Das Wichtigste über Urheberrecht, GEMA, GLV
- Wichtige Partner und Kontakte
- Was sollte man über Steuern wissen?
- So macht man sich bekannt
- Was sich von Champions der Branche lernen lässt
Durch ein Klick auf das Bild der zwei Bücher kommt Ihr zum
Musicon- Verlag (http://www.musicon-verlag.de/),
wo ihr die Bücher bestellen könnt.
Ich sage euch jetzt schon: Es lohnt sich!!!
